IN ALLER MUNDE

Artikel aus dem Kitz Lifestyle Magazin
www.kitzmagazin.com

Jahrundertchance Moll.

Wie dem Kunsthandel Freller eine Sensation gelang.

Für den kleinen, aber feinen österreichischen Kunstmarkt ist es eine Sensation: Der Linzer Kunsthändler Walter Freller präsentiert im Frühjahr einen Katalog mit nur bei ihm käuflichen Werken von Carl Moll, einem der nach Gustav Klimt gefragtesten österreichischen Künstler.

Das Ganze ist so selten und am ehesten vergleichbar mit einem enormen Goldfund im Meer: Dem Linzer Kunsthändler Walter Freller wurde eine Sammlung mit 14 herausragenden Werken des Ausnahmekünstlers Carl Moll angeboten. ,,So etwas gibt es nur einmal im Leben", schwärmt der Kunstexperte. In der Tat schreibt er mit diesem für Kunstinteressierte spektakulären Angebot Geschichte. Der 1861 in begüterte Verhältnisse geborene Carl Moll war ein künstlerisches Multitalent. Schon in der Kindheit fiel seine aussergewöhnliche Zeichenbegabung auf. Der Privatunterricht beim Landschaftsmaler Carl Haunold und die Frühjahrsausstellung des Wiener Künstlerhauses mit Werken von Emil Jakob Schindler entflammen ihn endgültig für die Malerei. Moll wird Schindlers privater Schüler und Bewunderer. Er wird wie ein Familienmitglied aufgenommen. Gemeinsame Reisen, Aufenthalte im Salzkammergut, als Schindler 1884 das Schloss Plankenberg bei Tulln mietet, ist Carl Moll natürlich mit dabei und

jahrelang Sommerstammgast. Als Schindler 1892 auf Sylt während einer gemeinsamen Reise verstirbt, kümmert sich Moll großzügig um die Familie, organisiert eine Nachlassausstellung und ehelicht 1895 sogar die Witwe Anna Schindler in Wien. Molls Atelier und Haus in der Theresianumgasse entwickelte sich zum künstlerischen Treffpunkt für Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Koloman Moser, Joseph Maria Olbrich, Wilhelm List und andere Größen der Wiener Kunstszene. Aus einer Künstlerrevolte entstand die Wiener Sezession mit Carl Moll als federführendem Vizepräsidenten und Gustav Klimt als ihrem Vorsitzenden. Mit Koloman Moser teilte sich Molls Familie ab 1901 die von Josef Hoffmann entworfene Villa auf der Hohen Warte. Carl Moll tat sich in der Kunstszene immer wieder als Organisator großer Ausstellungen sowie als Förderer junger Künstler hervor. Der Erste Weltkrieg brachte für Moll einen großen Einschnitt, da ihm die Inflation sein Vermögen raubte und ergezwungen war, seine Gemäldesammlung zu versteigern.

Kunsthändler Walter Freller mit 
"Najadenbrunnen im Park Schönbrunn" von Carl Moll

Öl auf Platte
35 x 35 cm
links unten signiert

CARL MOLL
Stillleben mit Blumentöpfen und Äpfel
Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm
recht unten monogrammiert

CARL MOLL
Blumenstillleben mit Blick auf St. Michael in Heiligenstadt
Öl auf Leinwand, 60 x 51 cm
rechts unten monogrammiert

Molls 70. Geburtstag wurde mit einer begeistert aufgenommenen Werkschau in der Wiener Sezession gefeiert und die Stadt verlieh dem hoch angesehenen Kunstschaffenden die Ehrenbürgerschaft. Eines der bekanntesten Ölgemälde Molls ist im Belvedere zu bewundern: Eine beschauliche Szene vom Wiener Naschmarkt aus 1894. Ein von ihm auf Holz gemaltes Bauernfenster aus 1893 befindet sich in der Niederösterreichischen Landesgalerie in Sankt Pölten. Grandios sein Umgang mit perspektivischer Gestaltung, seine Licht- und Farbsetzung.

Zu Recht befinden sich Werke des von Kunstexperten hoch Geschätzten in den Wiener Sammlungen Leopold und Dichand, im Van-Gogh-Museum, im Wien-Museum und in der Sammlung der Österreichischen Nationalbank. Bei einer Versteigerung 2013 erreichte ein Moll-Gemälde erstmals die 300.000-Euro-Marke. Für den Kunsthandel Freller ist diese Jahrhundertchance, die sich vielen Galeristen bestenfalls einmal im Leben anbietet, die Gelegenheit, das Ansehen Molls zu pflegen und gleichzeitig zu für Sammler attraktiven Preisen die beeindruckenden Werke eines ganz Großen der Kunstwelt zu offerieren. 

CARL MOLL
Rapallo, Piazza Cavour
Öl auf Leinwand
60 x 50 cm

 

Ein gutes Gespann.

Wie im Walde-Special unseres Winter-Magazins, das begeisterte Resonanz der Leserschaft hervorrief, legt Kunsthändler Walter Freller als Experte für An- und Verkäufe der Werke dieses großen Sohns von Kitzbühel großen Wert darauf, wieder Gemälde von Alfons Walde in dessen Heimatstadt zu präsentieren. Apropos Sohn: Die Kunstbegeisterung des Vaters ist auch auf Sohn Armin übergegangen. Gemeinsam präsentieren sie auf unserem Foto eines von mehreren Walde-Gemälden, die derzeit vom Linzer Kunsthandel am Markt angeboten werden. Als erste Adresse für Werke von Alfons Walde hat sich Walter Freller längst als bevorzugte Anlaufstelle sowohl für Kaufinteressierte als auch

Verkäufer etabliert. ,,Sobald die Echtheit des Bildes durch Expertise garantiert ist, kaufen wir. Für Waldes Gemälde gibt es weltweite Nachfrage", ist Walter Freller stets an Walde interessiert. Die Aufregung, Kunstwerke in Händen zu halten, die andere nur in Museen bewundern können, dieses Privileg der Nähe, am Umgang mit einem einzigartigen Kunstschatz, diese Aspekte und das Begeisterungsvermögen des Vaters haben auch Sohn Armin für den Kunsthandel gewonnen. Ein gutes Gespann, das sich vereint bemüht, damit auch ihre Kunden mit Kunst auf der gewinnenden Seite sind. Mit Originalen des Kitzbühelers Alfons Walde sind sie das bereits seit Jahrzehnten.

ALFONS WALDE
Oberndorf in Tirol 1891-1958 Kitzbühel
Frühling in Tirol
Öl auf Karton, 63 x 49 cm, links unten signiert
rückseitig Etikett mit Bezeichnung und Datierung 1932

ALFONS WALDE
Oberndorf in Tirol 1891-1958 Kitzbühel
Blumen
Tempera, Bleistift auf Packpapier, 27 x 26 cm
um 1919  

Artikel aus dem Kitz Lifestyle Magazin
Portraits: Paul Dahan

Kunsthandel Freller Antikhaus Ges.m.b.H
Kellergasse 10, A-4020 Linz , Austria
TEL 0732 / 600027, FAX 0732 / 600047
freller@antikhaus.at | www.kunsthandel-freller.at
 
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr