OBERHUBER OSWALD

 Meran/Südtirol 1931-2020 Wien

Oswald Oberhuber wurde 1931 in Meran/Südtirol geboren. Oberhuber lernte zunächst von 1945 bis 1949 Bildhauerei an der Bundesgewerbeschule Innsbruck. Im Anschluss daran war Oberhuber an der Akademie der bildenden Künste in Wien Schüler von Fritz Wotruba und an der Akademie in Stuttgart von Willi Baumeister. 1972 war Oberhuber der österreichische Vertreter auf der Biennale von Venedig. 1964/65 war er künstlerischer Berater der Galerie nächst St. Stephan, die er 1973 von Otto Mauer übernahm und bis 1978 leitete. Er nahm 1977 an der dokumenta 6 und 1982 an der dokumenta7 teil.

Oswald Oberhuber liebt es, Gesetzmäßigkeiten und Reglements außer Kraft zu setzen, einengendes künstlerisch hinter sich zu lassen. Als Mitbegründer der informellen Malerei und Plastik formulierte er Mitte der 50er Jahre seine Theorie der unaufhörlichen Veränderung und lehnt von nun an jegliche Stilbildung ab. Sein primäres Ziel ist die permanente Veränderung der Kunst. Klassische Traditionen und Formulierungen hinter sich lassend, will er dem Werk eine andere Dimension geben. Das Repertoire der verwendeten Materialen verweist auf seine Experimentierfreudigkeit und sein unermüdliches Schaffen und die damit verbundene Offenheit für Neues. Oswald Oberhuber zählt zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der österreichischen Kulturlandschaft nach 1945. Neben seinen Tätigkeiten als Künstler, Galerist, Ausstellungsinitiator und Autor zahlreicher Publikationen war er auch viele Jahre Rektor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, und hat maßgeblich die österreichische Kunstlandschaft mitgestaltet und geprägt.

 

OSWALD OBERHUBER
Meran/Südtirol 1931 - 2020 Wien
Ohne Titel
Öl auf Tuch
80 x 80 cm
rechts unten signiert